Erich Kästner Museumsfestival

„Erich Kästner und der heilige Hieronymus“


Prolog

Donnerstag, 11.2.

19 Uhr: „Kästner International“ – Geflüchtete und Dresdner lesen Kästner-Texte auf Arabisch, Deutsch, Farsi, Türkisch und Urdu.

Eine #WOD-Folgeveranstaltung von „Meet new friends – Begegnungsfest für Refugees und Leute von hier“.

Eintritt: frei


Freitag, 12.2.

17 Uhr: „Slaughterhouse Five“ – Führung und Gespräch mit Ruairí O’Brien 

O‘Briens Gedenkwand „Slaughterhouse Five“ markiert den Originalschauplatz von Kurt Vonneguts gleichnamigem berühmtem Anti-Kriegsroman im Haus 1 der Messe Dresden. Im Kellergeschoss des damaligen Schlachthofs überlebte der amerikanische Autor – wie auch sein Protagonist Billy Pilgrim – als Kriegsgefangener den Bombenangriff auf Dresden. Anhand von O’Briens multimedialer Literatur- und Lichtskulptur, die auch Zitate Erich Kästners enthält, kann der Betrachter die Metamorphose der Stadt Dresden erleben.
Veranstaltungsort: Messe Dresden, Halle 1
 

Eintritt: frei, um Voranmeldung unter Tel. 8996888 oder 4458101 wird gebeten


Festivaltage
  

Dienstag, 23.2.

19 Uhr: „Der tägliche Kram“ – Musikalisch-literarisches Erich Kästner-Programm zum 117.
Geburtstag und Eröffnung der neuen Kabinettausstellung mit dem Schauspieler Thomas Kressmann und dem „Mercurius-Duo“ (Christoph Geibel, Violine und Alexander Köhler, Piano) aus Dresden. In „Der tägliche Kram“ kommt Erich Kästner facettenreich zu Wort. Lernen Sie den Autor in seiner Wortgewandtheit kennen, verbunden mit der ihm eigenen Komik und seinem charakte- ristischen Charme - unterhaltend, nachdenklich, ermahnend und natürlich auch erheiternd.

Eintritt: 10 €, ermäßigt 5 €, Kartenverlosung bis 19.2.16 unter Tel. 8045086

 

Mittwoch, 24.2. 

19 Uhr: „Kulturnation und Nationalkultur - von alten und neuen Herausforderungen.“ Friedrich Dieckmann in Lesung und Gespräch. Der renommierte Autor, bekannt für seine streitbaren Einlassungen zur Zeitgeschichte ebenso wie für seine universelle Kunstkennerschaft, unternimmt mit seinem noch unveröffentlichten Essay einen Deutungsversuch über deutsche Selbstbestim- mung in der Krise: Gibt es in der globalisierten Welt noch eine Nationalkultur?
Moderation: Hans-Peter Lühr

Eintritt: 7 €, ermäßigt 4 €, Kartenverlosung bis 22.2.16 unter Tel. 8045086


Donnerstag, 25.2.
 

10 Uhr: Ein Schülerparcours durch das Erich Kästner Viertel
Gebühr 4 €

19 Uhr: „Als ich ein kleiner Junge war – Kästners Stadt vor 1945. Literatur als Architekturbaro- meter der Zeit.“ Ein Bildvortrag des Museumsarchitekten Ruairí O’Brien. Die Auseinandersetzung mit der Erinnerungskultur in Dresden und das bürgerschaftliche Engagement für weltoffenes, nachhaltiges Denken sind im Sinne Erich Kästners von Beginn an ein Kernthema unserer Museumsarbeit und der Festivalveranstaltungen. 

Eintritt: 7 €, ermäßigt 4 €, Kartenverlosung bis 24.2.16 unter Tel. 8045086 

 

Kabinettausstellung

Die aktuelle Ausstellung nimmt Bezug auf einen Gedankengeber für das architektonische Konzept des Erich Kästner Museums - Sophronius Eusebius Hieronymus. Was verbindet Erich Kästner mit diesem berühmten Kirchenvater? Welchen Bezug haben Martin Luther und Gotthold Ephraim Lessing zu dieser Verbindung? Welche Bedeutung haben in diesem Zusammenhang alte und neue Vorstellungen von Nationalkultur und Migration?
Diese Ausstellung unternimmt eine Wertekonzept-Reise von der Antike über die Renaissance/den Neuhumanismus und die Aufklärung bis in die Gegenwart.

Das Piktogramm des heiligen Hieronymus im Gehäuse zitiert das um 1456 von Antonello da Messina in Öl auf Holz gemalte gleichnamige Bildnis, zu sehen in der National Gallery in London, und verweist zugleich auf die kompakte Museumsarchitektur (Mikroarchitektur) und den ergonomischen Arbeitsplatz im Kern des mobilen interaktiven micromuseum® für Erich Kästner. Der Renaissance-Künstler da Messina zeigt den Kirchenvater und Schriftsteller Sophronius Eusebius Hieronymus (347-420 n.Chr.), wie in einer Zeitreise, als Gelehrten des 15. Jahrhunderts. Hieronymus sitzt, lesend, inmitten eines mikroklimatischen Raumes im Raum, auf einer hölzernen Estrade auf einem Stuhl an seinem Schreibtisch, umgeben von Bücherregalen. Er ist das Sinnbild des Individuums im Universum. Die mit mathematischer Akribie durchkonstruierte Architektur ergibt eine ausgewogene Bildordnung. Hinzu kommen die zentralperspektivisch konstruierte Raumdarstellung und ein ausgeklügelter Einsatz von Licht. Gemälde, Piktogramm und Museumsarchitektur zeigen also nicht nur wissenschaftsbasierte kulturgeschichtliche Leitideen ihrer Zeit, sondern sie zelebrieren den auf das idealtypische Menschenbild der Antike zurückgehenden philanthropischen Universalgelehrten und Schriftsteller.

 

Programmänderungen vorbehalten! Um Voranmeldung wird gebeten!

Karten, Programminformationen und Vorbestellungen ab 01.02.15 in der Geschäftsstelle:

Erich Kästner Museum, Antonstraße 1, 01097 Dresden, Tel. 0351/ 804 50 86

E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

www.erich-kaestner-museum.de

www.ekm-festival.blogspot.com 

   

 
 

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